Samstag, August 12, 2006

Das Schöne.




Es gibt auch nette Dinge, die auf dem Weg zur Arbeit in den vollen Tubes passieren. Zum Beispiel gibt es dann und wann mal Musik! Nein, nicht von den kids, die ihr Handy und deren tollen Lautsprecher vorführen. So richtig von Menschen mit Instrumenten. Das kann dem stressigen Tag etwas Sonne verleihen.

Gestartet.


Nach zwei Tagen in meinem neuen Job kann ich soweit sagen, dass es mir dort sehr gut gefällt. Ich hab ein tolles Team, die Leute sind sehr nett, meine line managerin ist voll ok und die Stimmung dort ist sehr entspannt und positiv. Man fühlt sich dort sehr gut aufgehoben, es wird viel Training angeboten (ich bin jetzt schon für 6 Kurse gebucht, das hält mich bis Ende des Jahres beschäftigt!) und dort arbeiten echt fähige Leute. Obwohl die Fahrtzeit zur Firma und zurück ansich ok ist (45 Minuten von Tür zu Tür), vermisse ich die leeren und ruhigen Tubefahrten, die ich vorher hatte. Jetzt heisst es Zone 1 - volle Bahnsteige (s.h. oben), volle Tubes, keinen Sitzplatz, viele laute Menschen und deren Gerüche... Naja, man muss ja bekanntlich Opfer bringen. ;-)

Mittwoch, August 09, 2006

Verschnaufen.


So, da bin ich wieder, zurück vom kleinen Urlaub im Ruhrpott. Nett wars, ansich ist Dortmund und Umgebung ganz schön. Es gibt einige nette Sehenswürdigkeiten, Grünflächen, Museen etc. Und wir hatten Glück, da während unseres Aufenthalts "A la carte" stattfand und uns eine gute Gelegenheit gab, die lokalen Brauereien zu testen. Lokale Musikbands auch, was aber weniger nett war. :-) Was mir bisher in Deutschland ansich weniger auffiel ist die Tatsache, dass Deutsche viel redefreudiger und geselliger sind als Engländer. Naja, kann ja auch dran liegen, dass die in Dortmund un Umgebung generell so sind! ;-) Doch Freundlichkeit ist wirklich gross geschrieben; sei es in den Läden/Restaurants oder im Hotel oder auf den Strassen; wenn es nicht gerade darum geht, sich anstellen zu müssen oder geduldig zu warten, bis man an der Reihe ist!
Und jetzt werde ich noch ein bisschen verschnaufen und morgen meinen neuen Job beginnen. Mal sehen, wie das so wird, ich halte Euch auf dem Laufenden! ;-)

Montag, Juli 31, 2006

Nur Fliegen ist schöner.

Wenn mans genau nimmt, ist es das ja nicht wirklich. Ich bin mit Lufthansa nach Deutschland geflogen, da ich den Flug kurzfristig gebucht hatte und ich dort den günstigsten gefunden habe. Ansich bin ich da ja nicht so wählerisch, ist ja nur ne gute Stunde Flug von London nach Frankfurt, und ich habs ja nun auch schon ausreichend mitgemacht als dass ich da was Grossartiges erwarte. Mir ist es egal, ob man was zu Essen bekommt oder ob man viel Beinfreiheit hat. Doch irgendwie haftet der Lufthansa das Gerücht an, dass sie mal gerne Gepäck verliert und es auch nicht soooo mit der Püntklichkeit hat. Das letzte Mal bin ich mit Lufthansa vor einem guten Jahr geflogen und auch dieses Mal war alles verspätet. Der Hinflug war 40 Minuten und der Rückflug eine gute Stunde verspätet. Mangelnde Information, langes Warten, falsche Ansagen etc. Dazu kommt, dass die Lufthansa ja so arm ist und die Reisenden in Busse pfercht und aufs Rollfeld hinaus bringt, anstatt einen Tunnel am Terminal zu mieten. Und das alles bei mindestens 35 Grad im Schatten. Mindestens auch im Flugzeug, denn da ging mal absolut keine air-con!
Aber das sind ja nur die kleinen Unannehmlichkeiten, welche durch die grösseren und deren positiven Folgen gerne bei Seite geschoben werden. Am kommenden Wochenende gehts für ein paar Tage nach Dortmund, bisschen den Pott angucken und auch ins Westfalenstadion gehts, natürlich spielen WIR!
Geflogen wird diesmal mit easyJet, was ja schön günstig ist. Unser ursprünglich gebuchte Hinflug wurde gestrichen; Grund: "operational reasons", was auch immer das heissen mag. Natürlich (ist das natürlich?) wurde uns ein Ersatzflug angeboten und das Ganze ohne Mehrkosten. Da wir ja flexibel sind, was die Abflugszeit angeht, waren wir damit auch ganz zufrieden. Doch meine andere Hälfte ist ja ein Cleverle und hat das Kleingedruckte in den T&C durchgelesen. Und siehe da, was findet er? In einem solchen Fall können uns gut 170 Pfund pro Person gezahlt werden. Natürlich gibt es dann so nette Bedingungen, wie dass der Ersatzflug mindestens 4 Stunden später als der ursprüngliche sein muss, es nicht mehr als zwei Wochen vor Flugdatum passieren darf etc. Das Ganze traf auch zu und uns wurden knapp 200 Pfund dafür bezahlt, dass wir easyJet nutzen, denn wird bekamen 315 Pfund Entschädigung, wobei wir nur 125 Pfund für beide Flüge gezahlt haben.
Zufällig steht die Möglichkeit der Entschädigungszahlung nicht in der Email, welche uns mitteilte, dass der Flug gestrichen wurde. Und zufällig tun die lieben Mitmenschen beim easyJet customer service auch erstmal so, als wissen sie von nichts. Haste gedacht, Puppe!

Wieder zurück.


Schön wars in Bad Hersfeld bzw. in Kathus. Sehr ruhig und richtig idyllisch, nach einer Woche fast schon zu ruhig! Da mag ich am liebsten garnichts tun; da wird man morgens vom Rasenmäher des Nachbarn wach, wundert sich, wenn drei Autos in einer Stunde am Haus vorbei fahren und hält mit dem Postboten ein Pläuschchen und bietet ihm etwas zu trinken an, weil es ja so warm draussen ist. Und dann hatten wir abends super heftige Gewitter, wie ich sie garnicht mehr kenne. Der reinste Erlebnispark! :-)
Und ein bisschen Kultur gab es dort auch. Ich hätte mir ja auch vorher mal Karten für die Festspiele besorgen können, habe aber nicht dran gedacht, nunja. Dafür habe ich Zuse und Duden getroffen. Konrad Zuse (1910-1995) sagte als Student: "Ich bin zu faul zum Rechnen". Weltweit wird er als Erfinder des Computers gefeiert. In Bad Hersfeld wurden die ersten Rechner der Welt gebaut. Konrad Duden (1829-1911) war 20 Jahre als Direktor des Königlichen Gymnasiums in Bad Hersfeld tätig. Dort veröffentlichte er 1880 sein wichtigstes Werk "Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache". So, wieder was gelernt. Und diese beiden Jungens standen in Bronze gegossen vor der Bad Hersfelder Stiftsruine rum. Sehr nett.

Donnerstag, Juli 20, 2006

Ahja.


Na da brauch ich ja keine Bedenken haben, habe schon lang keinen Bären mehr getroffen! (Quizfarm)

Mittwoch, Juli 19, 2006

Alles im grünen Bereich.

Sogar mehr als grün. Supergrün! Ich habe heute meinen neuen Vertrag weggeschickt, alles bestens, ein feiner Vertrag ist es. Anfang August fang ich dann meinen neuen Job als Product Internal Sales & Support Manager bei Computacenter. Ich freu mich schon drauf, endlich eine richtige Firma!
Am Freitag gehts jetzt erstmal aufs Festland, ein bisschen die Familie besuchen. Danach verbringen wir noch ein paar Tage in Dortmund und in den folgenden gut drei Monaten wird es dann erstmal nichts mit Urlauben werden. Aber das ist es uns ja wert! :-)

Montag, Juli 17, 2006

Milchwagen.


Lustig, oder? Der bringt jeden Morgen frische Flaschenmilch zu Büros, Firmen etc. und wird elektrisch angetrieben. Da muss er aber früh raus, sonst wird die Milch sauer dieser Tage!

Mittwoch, Juli 12, 2006

Magnetisches Schwebebett.

Angeblich sind Magnetbehandlungen bei einigen Leiden sehr hilfreich. man setzt sie wohl ein, um zum Beispiel Krebszellen in Tieren zu zerstören. Beim Menschen dienen sie eher der Linderung bei Arthritis, diversen altersbedingten Erbrechen und werden auch bei altersbedingten Sehschwächen sowie Unfruchtbarkeit eingesetzt. Ebenso sollen solche Behandlungen Erfolg bringen bei Zahnschmerzen, Zahnfleischerkrankungen und Pilzinfektionen, Entfernen von Nierensteinen und Kalziumablagerungen, Verringerung von Schwellungen und Ödemen.
Diese Liste lässt sich weiterführen, obwohl es etwas schaurig klingt, doch angeblich schwört man darauf, da man mit Magnetfeldbehandlungen Ergebnisse erreicht, ohne die leidigen Nebenwirkungen von Medikamenten berücksichtigen zu müssen. Schmerztherapie wird angeblich schon länger mittels Magneten durchgeführt und ich finde es interessant, darüber zu lesen. Doch ist es gut, in einem schwebenden Magnetbett zu schlafen? Bisher dachte ich immer, Magnetfelder sind auf Dauer ungesund. Man sehe und staune, was es alles gibt. Dieses Bett schwebt in der Luft, über Magneten und an nur wenigen dünnen Leinen befestigt. Sollte dieses Modell zum Verkauf stehen, so wird es um die 115,000 Euro kosten. Na denn mal brav sparen!

Och nöööööö!

Wieso das so ist, weiss ich nicht wirklich. Aber die Engländer machen sich gerne über Deutsche lustig, indem sie sie anhand blöder Bemerkungen in Verbindung mit David Hasselhoff bringen. Ich finde das ja beleidigend aber nun gut, man kann ja so einiges hinnehmen. Doch muss es sein, dass good old David jetzt wieder singt? Die Welt ist doch schon grausam genug, keiner muss „Jump in my car“ hören, geschweige denn, das Video sehen!

Auf und nieder.

Ich glaube, das sind jetzt über 10 Jahre her, dass ich das erste Mal in einem Roller Coaster gesessen habe. Es war im Freizeitpark Stuckenbruck. Damals wollte ich nicht rein, hatte zuviel Schiss. Nachdem man mich dann reingeschleppt hat und ich die erste Fahrt überlebt habe, wollte ich unbedingt noch ein zweites und drittes Mal fahren. Faszinierend! Danach war ich noch einige Male in diversen Achterbahnen, doch letztens habe ich einen Bericht gesehen und nun glaube ich, muss ich mal wieder fahren. Es gibt so gigantisch grosse, alte und urige Modelle, doch leider sind die alle so weit weg. :-(

Da gehen sie hin.

Rudi Carell ist gestorben. 71 Jahre ist er geworden. Irgendwie war er immer am Fernsehen, egal welche Show ich als Kind geschaut habe, egal welcher Sketch es war, er war überall! Ich frage mich nur, ob solche Menschen auch mal schlechte Laune haben oder immer einen Witz draus drehen. Wobei seine Witze ja nicht wirklich immer lustig waren!
Und die Else Kling, der bayrische Hausdrachen, ist ganz friedlich aus der Lindenstrasse geschlichen. Sie sass vorm Fernsehen und hat eine Folge der Lindenstrasse gesehen, welch Zuuuufall, und folgte friedlich ihrem Egon! Und jetzt? Nichts ist mehr so, wie es war. Keiner meckert hinter den anderen Hausbewohnern her, keiner öffnet die Post vorm Empfänger, keiner schimpft „Sodom und Gomerra“ quer über die Strasse. Ja, ich gucke es immernoch, jede Woche einmal. Und es passieren bizarre Dinge, da können Coronation Street oder East Enders nicht mithalten! Naja, soll ja alles nicht das wirkliche Leben darstellen. Oder doch???

Sportives.

Jetzt ist ja wieder Ruhe. Die Italiener sind Weltmeister und Wimledon ist zu Ende. Wobei ich ja kein Tennis gucke, F1 nun auch so gut wie den Rücken zugewandt habe und mich eher darüber freuen würde, wenn man hier auch, wie in Deutschland, stundenlang Tour de France zeigen würde. Doch die Fussballweltmeisterschaft war schon interessant. Einige Spiele habe ich im Pub geschaut und irgendwie sind die Engländer doch seeeeeeeeeeeehr ernsthaft bei der Sache. Und vor allem mehr niedergeschmettert als realistisch, wenns nicht gut läuft für sie. Nunja, Klinsi hat das deutsche Team ja so weit gebracht, wie es ging. Und jetzt will er wieder zu seiner Debbie. Immerhin war er ehrlich und hat einen würdevollen Abgang hingelegt. Genau so, wie er das Team behandelt hat, mit Verstand und Respekt. Das alles kann man ja vom englischen Ex-Trainer Sven Goran Eriksson nicht wirklich behaupten. Schande über Dich, Sven! Und doch auch ein Danke, denn Du hast uns viel zum Lachen gegeben! ;-)

Wenn jetzt Sommer wär.

Nettes Liedchen, das er da singt. Macht Lust auf Urlaub!

Heiss.

Also mir ist das ja alles zu warm. Draussen waren es schon 33 Grad Celsius, wo ich nur beim Gedanken daran Schweissausbrüche bekomme. Wobei ich ja von Karlsruhe heissere Temperaturen gewohnt bin. Also ich brauche nicht mehr als 20 Grad, gerne auch minus soweit es geht! Doch ich muss zugeben, dass es ansich ja noch reeeeelativ erträglich ist, da hier eigentlich immer ein kleines Windchen geht (wenn man sich nicht gerade direkt im stickigen London befindet). Doch wenn man kein kühles Plätzchen zum verkriechen hat, sieht es schon ganz anders aus. Da kommt man nach Hause und was findet man vor? Mindestens 30 Grad indoors, plus wohlbemerkt, und nein, wir haben keine Dachwohnung! Kürzlich haben wir uns einen portablem Luftkühler angeschafft, der schon sehr hilft. Alles andere wirbelt ja nur heisse Luft umher.
Ich persönlich denke ja, dass die Klimaanlagenfirmen mit den Hausbaufirmen unter einer Decke stecken. Ihr baut das Haus so, dass möglichst viele Fenster nach Süden zeigen und sich die Bude im Sommer höllisch aufwärmt. Und von dem eingefahrenen Geld durch Klimaanlagen- und Kühlerverkauf bekommt ihr 20%. Ha, erwischt!

Tante.

Am 26. Mai war es dann soweit. Ich bin Tante geworden. Die Nächte meines Bruders und seiner Frau werden jetzt von einem kleinen Mädchen zur Hölle gemacht. :-) Die kleine, süsse Lea hat es ja ansich recht gut. Sie wird gefüttert, man wechselt ihr die Windeln, badet sie, sie wird herumgetragen und man singt ihr was vor... muss toll sein, so überhaupt nichts tun zu brauchen. Ich kann mich garnicht mehr dran erinnern.
Soweit sogut, doch ich frage mich, wieso sie „Lea“ genannt wurde. Dies ist ein biblischer Name, was sehr nett ist, und ist im Englischen als „Lea“ und im Französischen als „Léa“ bekannt. Doch erinnert mich der Name nicht nur an Starwars, sondern die eigentliche Bedeutung dieses Namens ist „Wildkuh“. Da muss ich doch nochmal nachfragen!

Musiiiiiik.

Ein kleines Konzertchen habe ich mir im Mai auch mal wieder angetan. Nichts weltbewegendes, aber schön wars! Eric Clapton in der Royal Albert Hall. Alt isser geworden, aber noch fit auf den Sohlen! Viele alte Songs hat er gespielt, was nett war und was das doch eher ältere Publikum sicher gefreut hat! ;-) Robert Cray war der support act, was natürlich sehr gut war und mir besser gefallen hat als Claptons part.
Clapton hatte irgendwie eine riesige Band mitgeschleppt; zwei background Mädels, drei Bläser, einen Bass, dre Gitarren, einen an der Orgel und einen am Keyboard. Irgendwie zuviel, find ich.
Die Royal Albert Hall ist schon sehr schick, doch obwohl die Tickets nicht gerade günstig waren, hatten wir irgendwie nicht viel Beinfreiheit. Ist ja auch egal, die Akkustik und die Sicht waren klasse!

24

Nachdem ich ja erst garnichts davon wissen wollte, habe ich nun endlich alle Serien geschaut. And I love it! Ich erwähne jetzt aber besser nicht, dass ich den ringtone der CTU Telefone als Handy ringtone habe. *hüstel*
Erst wollte ich ja nichts davon wissen, war mir alles zu blöd! Obwohl ich nicht genau sagen kann, wieso. Doch dann habe ich ein bisschen von der ersten Serie geschaut, mich dann durch die ersten vier Serien per Box-Set gewühlt, und das Ende habe ich dann per TV geschaut. Auf den Film bin ich nicht so scharf, doch eine nächtse Serie wäre klasse! Doch hoffentlich kommt Jacks Tochter nicht wieder, sowas nerviges, grow up, kid! Das wird doch sonst wieder ein ewiges Rumgeheule, wenn sich ihr Daddy mal wieder bei ihr meldet. Ein Anruf aus der Gefangenschaft, nur um dem Töchterchen mal wieder mitzuteilen, dass er gerade mal wieder lebt, und ihre Wasserwerke laufen in vollem Gang!
Doch was viel wichtiger ist: Was ist aus Wayne Palmer geworden? Fragen über Fragen... wir sind gespannt!

Wohnen & Arbeiten.

Eigentlich wollten wir ja vor diesem Sommer umziehen. Grund: Unsere Wohnung ist zwar schön und ist auch sehr praktisch gelegen, aber es ist – vor allem mir - zu laut. Hauptverkehrsstrasse und Bahnschienen. Doch ich habe gesagt, dass ich aufgrund entstehender Kosten etc. erst einen neuen Job haben will. Das hat leider vorm Sommer nicht geklappt, daher hat sich bzgl. Umzug noch nichts getan, ausser hier und da mal schauen, was so auf dem Markt ist.
Jobmässig habe ich allerdings ENDLICH!!! was anderes gefunden. Sales and Client Support Manager bei Computacenter. Am 8. August geht es los und ich freue mich riesig drauf. Endlich eine richtige Firma mit gutem Gehalt und so Dingen wie health and pension scheme. Und die Lage ist auch ok. Bisher bin ich immer aus London raus gefahren und habe maximal 25 Minuten in der Bahn verbringen müssen, wobei ich in Zukunft nach London reinfahren muss und eine Strecke etwa 40-45 Minuten dauern wird. Doch das ist alles sehr ok, da kann man sich nicht wirklich beklagen! Und in einigen Monaten werden wir dann auch hoffentlich umziehen! :-)

Dienstag, Juni 27, 2006

Entschlossen.

Hallo Ihr lieben Leute.
Hier wird sich demnächst mal wieder was tun, nachdem ich sooo lange sooo faul war. Versprochen! :-)

Donnerstag, Juli 14, 2005

Eine Woche später.

Zwei Minuten Stille zum Gedenken an die Opfer der Anschläge letzter Woche. Es kann einem sehr lang vorkommen, vor allem wenn man an die Gefühle von letztem Donnerstag um diese Zeit denkt. Ich war dahingehend nicht betroffen, dass mir persönlich oder Freunden/Bekannten nichts passiert ist. Aber das Gefühl bleibt, dass es jederzeit und überall geschehen kann und wie es ist, wenn es plötzlich vor der Tür passiert und man für Stunden vergeblich versucht, Angehörige, Freunde und Bekannte zu erreichen.
Es gibt immernoch Vermisste, was für die jeweilig Angehörigen schrecklich sein muss; von den Toten, Verletzten und Traumatisierten ganz abgesehen.
In der letzten Woche war es in all den Bahnen und Bussen sehr still. Und es ist immernoch ein seltsames Gefühl, sich einfach hinzusetzten und zur Arbeit zu fahren. Das wird mit Sicherheit auch noch einige Zeit so bleiben.
Hier in London sind natürlich alle noch geschockt, aber stark. Man steht wieder auf, lebt weiter und zeigt, dass man zusammenhält.
Danke.

Donnerstag, Juli 07, 2005

Bombenanschläge in London.

Schockierend, was heute geschah. Nachdem gestern ganz London wegen Olympia 2012 gefeiert hat, wurde der heutige Tag durch Chaos, Angst, Blut und Tot bestimmt. Bisher spricht man von mehr als 30 Toten und 700 Verletzten. Abgesehen von denen, die geschockt sind, von der Tatsache, dass es - wie so oft - unschuldige Menschen getroffen hat und abgesehn von den Schäden und den Folgen, die man noch nicht überblicken kann.
Ich selber arbeite ausserhalb Londons; und da wir auch ausserhalb Londons wohnen und zwar in der Richtung, wo ich arbeite, musste ich nichtmal annähernd ins Zentrum fahren. Mein Freund allerdings muss täglich durchs Zentrum und war fast zeitgleich zum Geschehen in der tube Nähe Liverpool Street. Er hat sich nach den ersten Informationen sofort wieder herumgedreht und ist auf Umwegen aber sicher wieder nach Hause gefahren. Was Glück war, denn einige Minuten später hätte er keine Chance mehr gehabt, aus dem Chaos heraus zu kommen. Ich habe über eine Stunde vergeblich versucht, ihn zu erreichen aber es waren sämtliche Mobilfunknetze down. Ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal solche Angst um jemanden hatte.
Logisch, es kann immer und überall passieren. Doch irgendwie passiert es immer woanders, bis es dann quasi vor der Haustür ist.
Unsere UK agents wurden natürlich sofort freigestellt und nach einer Weile alle internationals auch. Denn es war unmöglich, die Leute arbeiten zu lassen, während sich so gut wie alle Gedanken machen, ob es der Familie und den Freunden gut geht. Ausserdem ist es respektlos, in solch einer Situation jemanden zum Arbeiten anzuhalten, zumal unsere Leute den ganzen Tag bei Firmen anrufen. Was von manch anderem Manager (zudem noch britisch) jedoch nicht eingesehen wurde. Zitat: "Na, das Leben geht doch weiter. Wenn jemand sagt, er kann jetzt nicht reden, gut, rufen wir eben morgen wieder an. Einen schönen Tag noch, auf Wiederhören." Respektlos.
Da die komplette tube stillgelegt war und nur einige wenige Busse fuhren, waren diese natürlich vollkommen überlastet und die Strassen waren dicht. Keine Ahnung, wie lang die Leute heute nach Hause gebraucht haben wenn man bedenkt, dass manche unter normalen Umständen schon 1-2 Stunden Fahrtweg haben.
Ansich fehlen mir die Worte, da ich so etwas noch nie so nah miterlebt habe. Vollkommene Erschütterung und plötzliche Angst, morgen früh wieder zum Gewohnten überzugehen. Wenn das möglich ist.
Einen informativen Überblick gibt es hier.
Take care!